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Nachgefragt bei Manuel Nabenhauer

23.06.2008 Anlässlich der "Woche der Sonne" haben sich viele Meßkircher bei heimischen Heizungs-, Sanitär-, Lüftungsbau- und Elektrotechnikbetrieben über die Nutzung von Solarenergie informiert. Der SZ-Mitarbeiter Karlheinz Kirchmaier sprach mit Ingenieur Manuel Nabenhauer.




SZ: Was ist Ziel dieser Woche?
Nabenhauer: Wir Handwerker und Gewerbetreibende wollen der Bevölkerung zeigen, dass Solar- und Photovoltaikanlagen nicht bloß eine Modeerscheinung, sondern die Stromquellen der Zukunft und eine ökologisch sinnvolle Möglichkeit der Energiegewinnung sind.

SZ: Welche Möglichkeiten bietet Sonnenenergie?
Nabenhauer: Die Nutzung der Sonnenenergie für Heizung und Warmwasseraufbereitung gehört mehr oder weniger zum Standard der Technik. Sonnenkollektoren absorbieren solare Strahlen, wandeln sie in Wärme um und geben sie an einen Wärmeträger, zum Beispiel Heizkessel oder Boiler ab. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser wieder in die Kollektoren zurück.

SZ: Gibt es weitere Nutzungen?
Nabenhauer: Ein relativ neuer Bereich ist die Gewinnung von Solarstrom mit Hilfe einer Photovoltaikanlage. Herzstück dieser Anlage sind Solarmodule. Sie beitzen die Fähigkeit Sonnenlicht in Gleichstrom umzuwandeln. Über Kabel wird der Gleichstrom zu einem Wechselrichter geleitet, dort in Wechselstrom gewandelt und schließlich ins öffentliche Netz eingespeist, wofür es vom Stromversorger eine Vergütung gibt.

SZ: Kann selbst erzeugter Strom selbst verwendet werden?
Nabenhauer: Grundsätzlich ja. Da jedoch für Solarstrom etwa der dreifache Preis im Vergleich zum Strom aus der Steckdose bezahlt wird, ist der Verbrauch wirtschaftlich aber nicht interessant.

Quelle: Schwäbische Zeitung, 20. Juni 2008

 

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