Im Schulgebäude in Göggingen ist eine
neuartige Heizanlage in Betrieb. „Es war bestimmt der richtige Tag“,
sagte Bürgermeister Jochen Spieß, angesichts des Wintereinbruchs, als
er die Anlage besichtigte. Mit ihm zusammen waren Rektor Jürgen Kessler
von der Grundschule Göggingen, Vertreter der beteiligten Firmen,
Ortsbaumeister Josef Boos und Martin Binder, Ortsvorsteher von
Göggingen, gekommen, um die Heizanlage anzusehen.
Kräftige kalte Windstöße fegten über das Schulgelände hinweg, als sich das Gremium von der gut funktionierenden Heizanlage überzeugen ließ. Es sei eine Neuerung auf diesem Heizsystem für die Gemeinde Krauchenwies gewesen, wie der Bürgermeister erwähnte und wenn es sich rechnen wird, sollten weitere folgen, sagte er. „Dabei denke ich an die Halle in Hausen a. Andelsbach und ebenso an das Rathaus in Krauchenwies“, hob der Schultes hervor.
Mit der Geotherme, sei man im Heizbereich einer Studie der Kosten- und Nutzenanalyse gefolgt, die vom Fachbüro IBP-Knaus und Zentner aus Pfullendorf erstellt und in Zusammenarbeit mit der Firma Nabenhauer Meßkirch installiert worden sei. Nach einer grundlegenden Außenisolierung des Schulgebäudes und der angrenzenden Turnhalle, habe die Aufgabe angestanden, die nicht mehr ganz intakte Elektroheizung zu erneuern. „Mit der Empfehlung der Geotherme haben wir Neuland betreten“, sagte Bürgermeister Jochen Spieß. Das Projekt liege im berechneten Kostenrahmen von 100 000 Euro.
Aus fünf Bohrlöchern,
die im Bereich des Schulgeländes auf 100 Meter Tiefe gebohrt wurden,
wird die Erdwärme über einen Wärmetauscher in den Pufferspeicher
geführt, sodass Konstant zwischen 50 und 60 Grad erreicht werden,
erläuterte ein Ingenieur der IBP. Dies reiche aus, den gesamten
Gebäudekomplex zu beheizen. Bei extremen Minustemperaturen stehe immer
noch die vor Jahren erneuerte Gasheizung bereit, die beigeschaltet
werden könne. Rektor Jürgen Kessler sagte, dass es eine Stärkung für
den Schulstandort Göggingen sei, wenn die Gemeinde Investitionen in
dieser Höhe vorgenommen hat. So sah es auch der ebenfalls anwesende
Ortsvorsteher von Göggingen, Martin Binder. Er sagte, dass neben den
Schülern auch noch die heimischen Vereine bei ihren Übungsabenden im
Schulhaus ihren Nutzen von der neuen Geotherme-Heizung ziehen könnten.
Quelle: Südkurier vom 24.11.2008
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