Beim Blick auf die Geschäfte in Meßkirch fallen viele alte Namen mit Tradition auf. Während in manchen Läden die Geschäfte im Halbjahresrhythmus auf- und zu machen, haben andere ihren hundertsten Geburtstag schon lange hinter sich. Was sagen alt eingesessene Meßkircher Geschäftsleute über die Möglichkeit, am Standort Meßkirch Geschäftspolitik mit Erfolg zu machen?
Mit ihrer 160-jährigen Firmengeschichte ist die Firma Nabenhauer wohl der älteste Handwerksbetrieb in Meßkirch überhaupt. Die Erfolgsgeschichte der Firma begann 1845, als sich Emil Leopold Hyronimus Nabenhauer als Flaschner in Meßkirch niederließ. Sein Sohn Ernst baute 1897 mit großem Aufwand ein Elektrizitätswerk in Igelswies und versorgte damit viele Jahre die Stadt Meßkirch mit Strom, bis sein Sohn August das Elektrizitätswerk 1921 an das Badenwerk verkaufte.
In der nächsten
Generation führte Emil Nabenhauer das Geschäft in der Grabenbachstraße,
bis es an dessen Sohn Günther, den heutigen Inhaber, überging. Der
hatte in seinen beiden Berufen als Heizungs- und Lüftungsbauer und als
Gas- und Wasserinstallateur die Meisterprüfung abgelegt und baute 1981
das Geschäft um. Es wurde vergrößert und um eine ständige
Badmöbel-Ausstellung erweitert.
Im Sommer 1995 wagten er und seine
Frau Elisabeth den Sprung ins Industriegebiet. Dort sind heute 18
Mitarbeiter im großen Spektrum des Heizungs-, Lüftungs- und Klimabaus
und der Bad- und Sanitärinstallationen beschäftigt.
Günther
Nabenhauer steht zum Standort Meßkirch: "Wir haben einen großen
Kundenstamm, den wir über Jahre pflegen", erklärt er seine
Geschäftspolitik. Dazu gehört unter anderem, dass die Kunden immer von
den gleichen langjährigen Mitarbeitern betreut werden. "Es ist ein
wichtiges Kriterium, das man sich persönlich kennt." Ein alter Betrieb
muss außerdem immer jung und flexibel bleiben. "Wir haben einen
modernen Betrieb, eine hochmoderne Badausstellung und widmen uns immer
stark dem Markt", das heißt bei den momentanen Heizölpreisen,
Alternativen aufzuzeigen, wie Pelletsanlagen oder Wärmepumpen, für die
Nabenhauer im Umkreis von 50 Kilometern Tiefenbohrungen durchführt.
Quelle: Südkurier vom 24.09.05
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