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Versicherung

Nicht erst aus Schaden klug werden

Jeder Betreiber sollte seine Photovoltaikanlage versichern

Eine gute Versicherung ist für Betreiber von Solarstromanlagen ebenso wichtig wie hochwertige Module und zuverlässige Wechselrichter. Um sich für das richtige Konzept zu entscheiden, muss man wissen, welche Risiken überhaupt abzusichern sind und die Angebote der Versicherungen genau vergleichen.

Besonderheiten von Solarversicherungen

Eine eigene Haftpflichtversicherung für die Solarstrom-Anlage ist unbedingt erforderlich, wenn nicht zweifelsfrei und schriftlich geklärt ist, dass die Privathaftpflicht die Ansprüche von Dritten gegen den Betreiber abdeckt. Die Jahresprämie liegt je nach Deckungssumme und Vertragslaufzeit zwischen ungefähr 40 und 90 Euro jährlich. Für Anlagen auf gemieteten Dächern gelten Pauschalangebote nur sehr eingeschränkt.

Bei der Anlagenversicherung kann sich die Höhe der Jahresprämie nach der Leistung der Anlage richten; meist wird aber ein bestimmter Promille-Satz der Versicherungssumme als jährliche Prämie fällig. Entscheidend ist damit der Komplettpreis der Anlage einschließlich Montage (abzgl. MwSt, falls der Anlagenbetreiber sich diese vom Finanzamt erstatten lässt). Bei kleinen Anlagen um drei Kilowatt gelten häufig pauschale Mindestgebühren, die zwischen rund 60 und 110 Euro liegen.


Zu den versicherten Nebenkosten zählen je nach Vertrag zum Beispiel Feuerlösch-, Aufräum- und Entsorgungskosten, der Aufwand für Bergungs- Erd-, Pflaster-, Maurer- und Stemmarbeiten. Häufig gilt eine Obergrenze für jedes einzelne dieser Teilrisiken. Die für Reparaturen oder Neubau womöglich erforderliche und häufig sehr teure Aufstellung eines Gerästes wird in manchen Verträgen zu einem höheren Satz versichert.


Erstattungsbeträge für Ertragsausfall (z.B. durch technische Defekte) sind immer in Abhüngigkeit von der Jahreszeit und damit dem zu erwartenden Ertrag gestaffelt. Es gibt in der Regel zwei Tarife (Winter und Sommer, also Oktober bis Mürz sowie April bis September).


Zu beachten ist generell, dass die Versicherungsbedingungen von Standard-Aufdachanlagen ohne besondere Risiken ausgehen. Vor allem Freiflüchenanlagen oder Installationen auf abgelegenen, unbewohnten Gebüuden werden wegen des erhöhten Diebstahlrisikos in der Regel nur zu besonderen Bedingungen versichert. Und auch bei Aufständerung auf Flachdächern gelten wegen der höheren Gefährdung durch Sturm häufig verschärfte Bedingungen.

 

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