Von einem optimalen Klima spricht man heutzutage, wenn Wärmelasten
durch gekühlte Bauteile, d.h. durch Strahlungswärmeübertragung aus dem Raum
abgeführt werden. Luftaustausch sollte generell auf das Nötigste beschränkt
werden, denn er führt zu Zugerscheinungen und zusätzlicher Geräuschentwicklung
führt.
Kühldecken erfüllen all diese Kriterien und gelten als „stille
Raumkühlung“. Gleichzeitig lassen sie den Planern und Architekten einen großen
gestalterischen Freiraum. All das führt dazu, dass Kühldecken für ein
behagliches Raumklima bekannt sind.
Dieses System kann auch Betonkernkühlung genannt werden,
wenn die Kühlrohre in der Betondecke verlaufen.
Kühldecken werden häufig in Büroräumen zur passiven Kühlung
eingesetzt. Passiv deshalb, weil dass Kühldecken keine Kälte abgeben, sondern
dem Raum Wärme entziehen. Zur Kühlung durchströmt kühles Wasser (meist 16 °C)
ein Rohrnetz und kühlt die Raumluft ab. Tiefere Vorlauftemperaturen sind wegen
der Tauwasserbildung nicht möglich. Um ein optimales Raumklima zu erhalten, sollte ein Kühldecke mit einer Entfeuchtungsanlage kombiniert werden.
Zur Energieversorgung der Kühldecken eignen sich alle
bekannten Heiz- oder Kühlwassersysteme. Alternative Energieerzeuger sind
aufgrund des Temperaturniveaus möglich.
Die Betriebskosten sind aufgrund schneller Reaktionszeiten und einer hohen Leistung und Strahlungswirkung niedrig. Durch den Betrieb in der Nacht lässt sich der Wirkungsgrad der Kältemaschine optimieren. Kosten können zusätzlich durch Wärmepumpen mit Erdwärmetauscher, Geothermie, Solaranlagen und freier Kühlung über den Kühlturm gespart werden. So sind die Betriebskosten gegenüber herkömmlichen Systemen um bis zu 65% geringer.
Es lassen sich drei Bauweisen
unterscheiden:
Für Kühlsegel
werden Teile der Deckenfläche abgehängt, die dann die Kühldecke bilden. Bei
dieser Bauweise sind ästhetisch ansprechende Lösungen möglich. Das aktive
Deckensegel führt zu einer höheren Konvektion, die wiederum eine höhere
spezifische Kühlleistung als geschlossene Kühldecken mit sich bringt.
Für eingeputzte Kühldecken werden Kapillarrohrmatten
in den Deckenputz eingelegt und überputzt. Somit unterscheiden sie sich nicht
von herkömmlichen Putzdecken. Allerdings muss z.B. bei der Montage von Lampen darauf
geachtet werden, dass die Kapillaren nicht beschädigt werden.
Die Ausführung
einer abgehängte Kühldecke entspricht der einer herkömmlich abgehängten Decke. Hier
werden Kupferrohre von Kaltwasser durchströmt, dadurch geben sie die Kälte an
aufgepresste Wärmeleitprofile ab, die meist aus Aluminium sind. Höherverdichtete
Gipskartonplatten oder beschichtete Metallflächen bilden den Abschluss zum Raum.
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