Klimaanlagen

Mittlerweile sind wir fast überall von Klimaanlagen umgeben: im Büro, in öffentlichen Gebäuden, ja sogar im Auto. Warum sollte man also daheim auf diesen Komfort verzichten?

Oftmals steigt im Sommer die Innentemperatur ins Unerträgliche, so dass man nachts nicht mehr einschlafen kann oder das Wohnzimmer nur noch mit geschlossenen Rollläden bewohnbar ist. Diese Einschränkung der Wohnqualität ist aber nicht nötig.
 
Durch eine Klimaanlage wird die Raumluft erneuert bzw. gereinigt und die Temperatur sowie Luftfeuchte in einem Raum konditioniert.

Klimaanlagen unterscheidet man in Voll- und Teil-Klimanlagen. Eine Voll-Klimaanlage erfüllt neben der Lüftungsfunktion auch alle vier thermodynamischen Funktionen (heizen, kühlen, befeuchten, entfeuchten). Teil-Klimaanlagen erfüllen nur zwei oder drei thermodynamische Funktionen. Wird nur eine oder keine thermodynamische Funktion erfüllt, spricht man von einer Lüftungsanlage. Klimaanlagen gibt es aber auch ohne Lüftungsfunktion.

Die Klimaanlage muss sorgfältig unter Berücksichtigung der technischen Seite gewählt werden, um die Bedürfnisse der Nutzer im rechten Maße zu erfüllen. Klimageräte unterscheiden sich durch technische Ausführung, Kühlleistung, Stromverbrauch. Je nach Anforderungen kann man zwischen folgenden Hauptkategorien von Klimageräten wählen:

  • mobile Klimageräte
  • Split-Geräte
  • Klimasysteme

 Klimaanlagen können kühlen, entfeuchten, heizen und  die Raumluft filtern und von Pollen oder Staub reinigen. Luftfilter müssen dabei regelmäßig gereinigt oder ausgetauscht werden. Bei der Wahl müssen Raumvolumen, Wärmedämmung der Außenwände, Glasflächenanteil, Himmelsrichtung der Räume, Anzahl der Personen im Raum berücksichtigt werden. Die nötige Kühlleistung beträgt 1 kW pro 10 m2 des zu klimatisierenden Raumvolumens. Beispielsweise, eine Klimaanlage mit einer Kapazität von 2500 Watt reicht für eine Kühlzone von 25 m2 aus. Jede Wärmequelle im Raum, wie Lampe oder Computer, beeinflusst die notwendige Kühlleistung und fordert zusätzliche 500 Watt. Unzureichende Kühlleistung beeinträchtigt die Lebensdauer der Klimaanlage, weil das Klimagerät anhaltend an der Kapazitätsgrenze funktioniert.

Split-Klimageräte bestehen aus zwei Teilen. Das Innengerät klimatisiert den Raum und kann als Wand-, Decken- oder Truhengerät ausgeführt werden. Das Außengerät enthält die Kältemaschine. Beide Teile sind mit zwei isolierten Kupferrohrleitungen verbunden. Das Innengerät filtert, kühlt und entfeuchtet die Raumluft. Kältemittel fließt durch die Klimaanlage und verdampft sich im Innengerät. Die Raumwärme wird über die Leitung zum Außengerät abgeführt und an die Außenluft abgegeben. Das Kältemittel wird wieder verflüssigt und fließt über die andere Leitung in das Innengerät. Split-Klimageräte produzieren weniger Lärm ca. 20 dB, sichern eine bessere Raumklimatisierung und verbrauchen weniger Strom als einteilige Klimaanlagen. Einbau und Montage eines Split-Gerätes muss fachgerecht durchgeführt werden. Split-Klimageräte mit Wärmepumpenfunktion können in der Übergangszeit als alternative Heizung benutzt werden. Die Wärme wird aus der Umgebungsluft durch das Außengerät entzogen und zum Heizen der Raumluft im Zimmer eingesetzt.

 

Mobile Klimageräte sind einteilig. Man kann sie zur Kühlung von Raum zu Raum übertragen. Da sie keine bauliche Veränderung benötigen, werden sie häufig in Mietwohnungen eingesetzt. Die Kältemaschine befindet sich im Wohnraum, deshalb erzeugen mobile Klimageräte mehr Lärm. Bei mobilen Klimageräten wird die Wärme aus der Luft gezogen und durch einen Schlauch nach draußen durch Klappfenster geführt. Das Kondenswasser wird im Gerät gesammelt und muss regelmäßig manuell entleert werden.  

Die Einstellungen der Klima Anlagen müssen so ausgeführt werden, dass zwischen der Außen- und Innentemperatur maximal 6 bis 7 Grad liegen. Benutzung einer Klimaanlage erfordert eine gründliche tägliche Raumlüftung, um die verbrauchte Luft gegen Frischluft auszutauschen. Der Montageort muss die gleichmäßige Verteilung der gekühlten Luft im Raum sichern.

Klimaanlagen

Büro

Gute Leistung hängt vom Klima ab

Wer über viele Stunden hochkonzentriert arbeiten will, braucht ein Klima, das die Leistungsfähigkeit unterstützt, denn die Raumtemperatur und -feuchte bestimmen in hohem Maße unser Wohlbefinden.

Bei etwa 20 °C ist der Mensch zu 100 % leistungsfähig. Bei 28 °C sinkt die Leistungsfähigkeit auf 70 % und bei 33 °C auf 50 %. Laut Arbeitsstättenrichtlinie darf die Temperatur an Büroarbeitsplätzen 26 °C nicht übersteigen.

Heutzutage gibt es in Büroräume viele Faktoren, die zu einer hohen Raumtemperatur beitragen. In Großraumbüros tragen die vielen Menschen und vorallem vielen Computer zur sogenannten Kühllast bei, ebenso wie die Beleuchtung oder sonnenbeschienene Fensterflächen.

Ein angenhmes und produktives Klima schaffen Raumklimageräte, die nicht nur kühlen und entfeuchten, sondern die Luft über Filter zusätzlich reinigen.

Verkaufsraum

In Verkaufsräumen kann es - trotz angenehmer Außentemperatur - sehr schnell heiß werden. Das hängt mit den (Schau-)Fensterflächen und der großen Anzahl an Beleuchtungskörpern zusammen. Um der erhöhten Temperatur und auch Luftfeuchte entgegen zu wirken, und damit die Verweildauer und Einkaufsbereitschaft des Kunden zu erhöhen, empfiehlt es sich, die Verkäufsräume zu kühlen.

Kassetten-Raumklimageräte können zum Kühlen benutzt werden. Sie sind für den Einbau in abgehängten Decken geeignet und haben einen 3-stufigen Ventilator. Die Wahl der Betriebsart erfolgt automatisch. Die Geräte verfügen außerdem über einen Schmutzfilter, eine eingebaute Kondenswasserpumpe, einen Luftanschluss für die Frischluft-Beimischung, einen Luftanschluss zur Kühlung eines Nebenraumes und vier verstellbare Luftauslässe. Die Einbaumaße sind auf Standard-Deckenraster abgestimmt. Das Klimagerät verfügt über eine Kabel-Fernbedienung.

Kassetten-Raumklimageräte lassen sich aber auch zum Heizen verwenden. Das ist von Vorteil, wenn im Winter der Verkaufsrum aufgrund der Fensterfront schneller auskühlt.

Kurzinformationen:

  • Elektronisch geregelt
  • Geräuscharmer Betrieb
  • Leichte und schnelle Installation
  • Stand-, Wand- oder Deckengerät
Kühldecken

Von einem optimalen Klima spricht man heutzutage, wenn Wärmelasten durch gekühlte Bauteile, d.h. durch Strahlungswärmeübertragung aus dem Raum abgeführt werden. Luftaustausch sollte generell auf das Nötigste beschränkt werden, denn er führt zu Zugerscheinungen und zusätzlicher Geräuschentwicklung führt.

Kühldecken erfüllen all diese Kriterien und gelten als „stille Raumkühlung“. Gleichzeitig lassen sie den Planern und Architekten einen großen gestalterischen Freiraum. All das führt dazu, dass Kühldecken für ein behagliches Raumklima bekannt sind.

Dieses System kann auch Betonkernkühlung genannt werden, wenn die Kühlrohre in der Betondecke verlaufen.

Funktionsweise

Kühldecken werden häufig in Büroräumen zur passiven Kühlung eingesetzt. Passiv deshalb, weil dass Kühldecken keine Kälte abgeben, sondern dem Raum Wärme entziehen. Zur Kühlung durchströmt kühles Wasser (meist 16 °C) ein Rohrnetz und kühlt die Raumluft ab. Tiefere Vorlauftemperaturen sind wegen der Tauwasserbildung nicht möglich. Um ein optimales Raumklima zu erhalten, sollte ein Kühldecke mit einer Entfeuchtungsanlage kombiniert werden.

Energieversorgung

Zur Energieversorgung der Kühldecken eignen sich alle bekannten Heiz- oder Kühlwassersysteme. Alternative Energieerzeuger sind aufgrund des Temperaturniveaus möglich.

Betriebskosten

Die Betriebskosten sind aufgrund schneller Reaktionszeiten und einer hohen Leistung und Strahlungswirkung niedrig. Durch den Betrieb in der Nacht lässt sich der Wirkungsgrad der Kältemaschine optimieren. Kosten können zusätzlich durch Wärmepumpen mit Erdwärmetauscher, Geothermie, Solaranlagen und freier Kühlung über den Kühlturm gespart werden. So sind die Betriebskosten gegenüber herkömmlichen Systemen um bis zu 65% geringer.

Bauweise

Es lassen sich drei Bauweisen unterscheiden:

Für Kühlsegel werden Teile der Deckenfläche abgehängt, die dann die Kühldecke bilden. Bei dieser Bauweise sind ästhetisch ansprechende Lösungen möglich. Das aktive Deckensegel führt zu einer höheren Konvektion, die wiederum eine höhere spezifische Kühlleistung als geschlossene Kühldecken mit sich bringt.

Für eingeputzte Kühldecken werden Kapillarrohrmatten in den Deckenputz eingelegt und überputzt. Somit unterscheiden sie sich nicht von herkömmlichen Putzdecken. Allerdings muss z.B. bei der Montage von Lampen darauf geachtet werden, dass die Kapillaren nicht beschädigt werden.

Die Ausführung einer abgehängte Kühldecke entspricht der einer herkömmlich abgehängten Decke. Hier werden Kupferrohre von Kaltwasser durchströmt, dadurch geben sie die Kälte an aufgepresste Wärmeleitprofile ab, die meist aus Aluminium sind. Höherverdichtete Gipskartonplatten oder beschichtete Metallflächen bilden den Abschluss zum Raum.

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