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Förderung von Solarwärme

Basisförderungen


Solarthermie zur Warmwasserbereitung

Solarkollektoranlagen, die der ausschließlichen Warmwasserbereitung dienen, werden nicht mehr gefördert. Ausnahme: Große Solarkollektoranlagen auf Mehrfamilienhäusern ab 3 Wohneinheiten, die im Rahmen der Innovationsförderung förderbar sind.

Solarkollektoren für die kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung sowie zur solaren Kühlung

Die Basisförderung für die Erstinstallation von Solarkollektoren bis 40 m² beträgt 90 Euro je  angefangener m², mindestens jedoch 1.500 Euro.

Folgende Mindestvoraussetzungen bezüglich der Bruttokollektorfläche und des Wärmespeichervolumens (bezogen auf Wasser als Wärmespeichermedium) müssen erfüllt und nachgewiesen worden sein:

Bei der Erstinstallation von Solarthermieanlagen von mehr als 40 m² Bruttokollektorfläche wird für die ersten 40 m² 90 Euro je m² Bruttokollektorfläche und für die darüber hinaus errichtete Bruttokollektorfläche 45 Euro je angefangenem m² Bruttokollektorfläche gewährt. Zusätzliche Fördervoraussetzung ist, dass die Anlagen Ein- oder Zweifamilienhäusern zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung dienen und mit Pufferspeichervolumina von mindestens 100 Litern je Quadratmeter Bruttokollektorfläche ausgestattet sind.

Erweiterung von Solarthermieanlagen

Für die Erweiterung von bereits in Betrieb genommenen Solarthermieanlagen um bis zu 40 m² Solarkollektorfläche beträgt die Förderung 45 Euro je zusätzlich installiertem m² Bruttokollektorfläche. Voraussetzung hierfür ist, dass die Anlage nach der Erweiterung der kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizungsunterstützung dient.

Bonusförderungen

Regenerativer Kombinationsbonus

Zusätzlich zu der Basisförderung für eine Solarthermieanlage können Sie  einen Bonus erhalten, sofern Sie gleichzeitig eine förderfähige Biomasseanlage oder eine förderfähige Wärmepumpenanlage errichten. Dieser Bonus beträgt 500 Euro. Beide Anlagen müssen Sie innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten in Betrieb nehmen. Weitere Voraussetzung für diese Bonusförderung ist, dass ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage durchgeführt wurde.

Effizienzbonus

Die Errichtung einer förderfähigen Solarthermieanlage zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kann mit einem Effizienzbonus gefördert werden. Dies gilt auch bei der Erstinstallation einer Solarthermieranlage von mehr als 40 m² Bruttokollektorfläche auf Ein- oder Zweifamilienhäusern zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung und mit Pufferspeichervolumina von mindestens 100 Litern je m².

Voraussetzung für die Gewährung des Effizienzbonus ist, dass die Solaranlage auf einem effizient gedämmten Wohngebäude errichtet wird, das einen besonders geringen Primärenergiebedarf hat und dies durch einen Energieausweis nachgewiesen wird.

Die Höhe der Gesamtförderung beträgt das 1,5-fache der jeweiligen Basisförderung.

Bonus für besonders effiziente Solarkollektorpumpen

Wird gleichzeitig mit der Errichtung einer förderfähigen Solarkollektoranlage eine besonders effiziente Solarkollektorpumpe eingebaut, so kann pro Pumpe ein Bonus von 50 Euro gewährt werden.

Kesselauschbonus

Wenn Sie zusätzlich zu Ihrer förderfähigen Solarthermieanlage, Ihren Heizkessel ohne Brennwerttechnik durch einen neuen Brennwertkessel mit Brennstoff Öl oder Gas ersetzen, erhalten Sie den sogenannten Kessetauschbonus in Höhe von 500 Euro.

Die Solarthermieanlage und den Brennwertkessel müssen Sie innerhalb eines maximalen Zeitrahmens von 6 Monaten in Betrieb nehmen. Den Bonus für den Kesseltausch müssen Sie zusammen mit der Förderung der Solarthermieanlage beantragen.

Für diese Bonusförderung ist zusätzlich Voraussetzung, dass Sie einen hydraulischen Abgleich Ihrer Heizungsanlage durchführen lassen. Zusätzliche Voraussetzung für den Kesseltauschbonus ist, dass mind. eine der Umwälzpumpen im Heizkreis die Effizienzanforderungen entsprechend der Effizienzklasse A erfüllt oder den Energieeffizienzindex EEI gemäß Ökodesignrichtlinie von 0,27 einhält.

Wärmenetzbonus

Wird eine förderfähige Solaranlage hydraulisch an ein Wärmenetz angeschlossen, wird dies zusätzlich zur Basisförderung mit weiteren 500 Euro bezuschusst.

Wärmenetz in diesem Zusammenhang meint eine Einrichtung zur leitungsgebundenen Versorgung mit Wärme. Die Solaranlage muss außer dem Gebäude des Anlagenbetreibers mindestens ein weiteres Gebäude mit Wärme versorgen. Für diese Bonusförderung ist ein Rechungsnachweis über die Übergabestation an das Wärmenetz vorzulegen.

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

 

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